Am 11.11.2022 lag bei mir und Jörg ein Brief vom Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt im Briefkasten. Ich dachte zuerst, es sind Glückwünsche zu meinen Geburtstag, aber was ich da lesen musste, machte mich schon ganz schön traurig.

waffenschein


Das Landratsamt schrieb mir, das Tatsachen bekannt wurden, die Bedenken gegen meine Zuverlässigkeit begründen. Deswegen soll mir mein kleiner Waffenschein mittels eines kostenpflichtigem Verwaltungsverfahren entzogen werden. Den Schein hatte ich beantragt, als ich von meinen Vater eine Schreckschußpistole erbte und sie als Andenken behalten wollte. Natürlich nicht irgendwie heimlich, sondern sauber, auf der Grundlage der für alle geltenden deutschen Gesetzgebung.  

Der einzige Grund, welcher gegen meine Zuverlässigkeit laut dem Schreiben spricht (pdf, 1,7 MB, öffnet in neuem Fenster), ist die Mitgliedschaft in der Thüringer AfD. Dies muss sich jeder eimal vor Augen führen, als demokratisch gewähltes AfD Stadtrats- und Kreistags- Mitglied, als Handwerksmeister der seit 28 Jahren eine Firma leitet, wird man einfach so in eine Ecke gestellt mit den Kriminellen in unserer Gesellschaft.

Wir fragen uns nun, was das Ganze für einen Sinn haben soll. Vielleicht sind die Angestellten des Landratsamtes nicht richtig ausgelastet, möglicherweise braucht das Landratsamt Geld, welches mit zweifelhaften Verwaltungsverfahren eingetrieben werden soll (die Höhe der Kosten für den Entzug des Waffenscheines sind noch nicht einmal mitgeteilt worden). 

Ich glaube kaum, dass das Land Thüringen mit solchen undemokratischen Aktionen für noch mehr AfD Wähler sorgen will.
Natürlich werden wir uns das nicht gefallen lassen und dagegen vorgehen!
Im Landratsamt sollte man sich derzeit eher um die Sorgen und Probleme der Handwerker und Firmen in unserem Kreis kümmern, denn die Stimmung wird da zunehmend schlechter und die allgemein medial propagierte Meinung: "Der Krieg der Russen gegen die Ukraine (den wir verurteilen) ist an allem Schuld!", glaubt schon lange keiner mehr. Die Folgen für unseren Landkreis könnten aber nachhaltig sein. Prioritäten wären da im Interesse der Bürger zu setzen.

Günter Engelhardt 14.11.2022